28. November 2008

Nichts mehr wie es vorher war – Kapitel 1

Veröffentlicht in Fanfiction um 22:14 von Jenny

Kapitel 1 – Unerwartetes Wiedersehen

Es war ein regnerischer Samstag. Bunny hatte nun seit 2 Monaten nichts von Mamoru gehört. Kurz vor seinem Abflug nach Deutschland hatte sie ihr erstes Mal mit ihrem geliebten Mamoru gehabt. Und nun meldete er sich nicht mehr. Sie fühlte sich mies und allein gelassen. Mit diesen Gedanken und dem Charthit “Search for your love” im Radio schlief Bunny weinend ein…

Und wieder hatte sie diesen Traum, diesen Traum, den sie seit Mamorus Abreise jede Nacht hatte. Sie stand mit Mamoru vor dem Altar, jeden Moment sollte sie seine Frau werden und somit ihr schon seit Jahrhunderten festgelegtes Schicksal besiegeln. Doch gerade als sie die Frage des Priesters, ob sie Mamorus Frau werden wolle, mit ja beantworten wollte, stürzte eine ihr unbekannte Person in den Tempel. Sie richtete ihre Augen auf diese Person, konnte sie jedoch nicht richtig erkennen. Mit lauter Stimme fragte die unbekannte Person:

“Bunny Tsukino ist es das was du willst? Ein Leben in Stein gemeißelt? Ohne eigenen Willen? Willst du wirklich diesen Mann heiraten?”

Mit einem Ruck wachte Bunny schweißgebadet auf, und fragte sich selbst, wie jede Nacht, ob der Unbekannte recht hatte.

“Bin ich in einem goldenen Käfig gefangen?” fragte sie sich.

Doch wie jede Nacht fand sie darauf keine Antwort!

Sie stand auf weil sie nun nicht mehr schlafen konnte und ihr Kopf voll mit Fragen schwirrte. Sie ging zum Kühlschrank und nahm sich eine Portion Eis heraus, dass beruhigte sie immer ein bisschen. Aus irgendeinem Grund tauchte Seiyas Gesicht ständig in ihren Gedanken auf und sie konnte es sich nicht erklären. Ihr Herz fing an zu pochen.

“Mamoru, warum bist du nicht hier, hier bei mir…?”

In diesem Moment klingelte das Telefon….

Bunny nahm ab. Es war Ami. “Bunny, Gott sei Dank. Schnell mach den Fernseher an. Es ist etwas passiert.” Schnell machte Bunny den Fernseher an und sah wie Rei’s Tempel lichterloh in Flammen stand. “Oh Gott. Schnell Ami, wir müssen sofort hin.” Beide legten auf. Hastig zog Bunny sich an und lief zum Tempel. Die Anderen warteten schon dort. Plötzlich bemerkte Bunny eine Person schräg hinter sich auf der anderen Straßenseite. Ihr Herz schlug schneller. Das kann doch nicht…

“Ist er es wirklich?” dachte sie und voller Hoffnung drehte sie sich um und fand…niemanden.

Sie schaute sich um, aber niemand sah ihm auch nur annähernd ähnlich! Hatten ihre Augen ihr einen Streich gespielt? Vielleicht wünschte sie sich, dass Seiya jetzt auftauchte? Sie wusste einfach nicht, warum sie in so einer Situation an Seiya denken musste?!

“Los Bunny konzentriere dich und helfe deinen Freunden!!!” ermahnte sie sich.

Bunny wurde schreckhaft aus ihren Träumen gerissen.

“Was? Ach so…ja”

Enttäuscht half sie den anderen Rei’s Sachen aus dem Tempel zu retten. Nachdem alles in Sicherheit war, gingen sie gemeinsam zu Makoto. “Ich mache euch einen Tee. Und jetzt erzähl mal Rei, was ist genau passiert?” “Ich war …blablabla” Bunny war vollkommen abwesend. In ihrem Kopf drehte sich alles nur noch um diesen merkwürdigen Moment am Tempel. Warum fühlte sie auf einmal so? Da klopfte es an der Tür…

Und da stand er! Yaten, Taiki und Seiya kamen herein.

“Wir haben das Feuer im Fernsehen gesehen und uns Sorgen gemacht.” sagte Yaten.

“Wo wirst du jetzt wohnen, Rei?” fragte Taiki.

“Du hast ja Ruß im Gesicht, Odango” sagte Seiya an Bunny gewandt.

“Oh wir haben versucht möglichst viele Sachen von Rei zu retten. Ist schon ok.”

Sie konnte es nicht glauben! Er war hier! Er war wirklich hier bei ihr!! Wie lang hatten sie sich nicht gesehen? Ungefähr ein Jahr vielleicht ein bisschen mehr! Und jetzt stand er einfach vor ihr und tat so als wäre er nie weg gewesen! Wut kam in ihr auf, wieso hatte er sich in diesem Jahr, indem sie verzweifelt versucht hatte ihn zu vergessen, sich nicht einmal gemeldet? Und jetzt trat er wieder in ihr Leben und brachte es mal wieder komplett durcheinander…..

Sie wusste nicht wie sie reagieren sollte.

“Rei bleibt erst einmal bei mir.” Meinte Makoto an die drei gewandt.

“Aber Rei erzählte gerade davon, wie merkwürdig sie es fände. Sie hatte von dem Feuer geträumt und in der nächsten Nacht passierte es.”

“Sehr merkwürdig” meinte Yaten.

“So etwas ist in letzter Zeit häufiger passiert.”

Bunny lief kalter Schweiß den Rücken runter. Könnte ihr Traum wohlmöglich… Und welche Macht steckt dahinter … und warum jetzt…

“Nein, ausgeschlossen” nuschelte sie und guckte verschämt Seiya an…

Seiya konnte seine Augen nicht von Bunny abwenden! Auch wenn sie nur Jeans und T-Shirt anhatte, war sie für ihn die Schönste im Raum! Nein nicht im Raum, sondern vielmehr im ganzen Universum! Wie sehr hatte er sich nach diesem Moment gesehnt, danach sie endlich wieder zusehen! Am liebsten hätte er sie einfach nur in den Arm genommen und nie mehr losgelassen! Wie sehr er sie doch begehrte! Und für sie war er nur ein Freund! Er erinnerte sich an den Tag seiner Abreise, wie sehr ihn diese Worte verletzt haben, er jedoch seine Miene bewahren musste! Er hätte doch nicht einfach vor den Augen von Mamoru und seiner Prinzessin Kakyuu, auf die Knie gehen können und sie anbetteln ihn doch bitte auch zu lieben, so sehr wie er es tat! Nein, das war damals unmöglich und ist es immer noch!

Da wurde Seiya von Minako aus seinen Gedanken gerissen.

“Was macht ihr eigentlich hier? Müsst ihr nicht mehr eure Prinzessin beschützen?”

Alle drei Gesichter der Three Lights verdüsterten sich mit einem Mal.

“Sie…Sie ist…”fing Taiki stockend an aber konnte nicht weiter reden.

Yaten führte fort: “Wir sind angegriffen worden, ich weiß nicht von wem oder was aber plötzlich ist das Leben aus ihr gewichen, als hätte jemand ihre Seele gestohlen.”

“Es war furchtbar” endete Seiya.

“Und da unser Heimatplanet von Galaxia ja zerstört wurde und wir ihn noch nicht wieder aufbauen konnten sind wir hierhin zurück gekehrt.”

Was haben ihn Yaten und Taiki dafür gehasst. Er, der Anführer, verliebte sich in ein für sie unbedeutendes Kind. Doch als er seine Miene bewahrt hatte bei der Abreise fand er ihren Respekt wieder. Und jetzt wollte er es den beiden nicht antun und wieder Schwäche zeigen. Doch je länger er Bunny ansah, desto weicher wurden seine Knie. Was er jedoch nicht bemerkte war, das Yaten und Taiki ihn genau beobachteten. Bunny unterdessen schwelgte ihn Gedanken.

“Er ist doch eigentlich viel hübscher als Mamoru.” dachte sie.

Da klingelte das Telefon. Ami nahm ab.

“Bunny. Es ist Mamoru!!!”

Bunny erstarrte. Paralysiert nahm sie den Hörer.

“Hi Bunny, sorry das ich mich nicht gemeldet habe, aber hatte soviel Arbeit das ich’s vergessen habe.”

“Vergessen?” dachte Bunny. “Vergessen? Ich habe ununterbrochen an ihn gedacht”

“Naja, jedenfalls wollte ich dir erzählen das ich hier einen Vertrag auf fünf Jahre bekommen habe und es ist wirklich eine super Stelle. In der Zeit könnte ich gut Geld verdienen.” erzählte Mamoru weiter.

“Meinst du du kannst solange auf mich warten?”

“…”

Bunny konnte einfach nichts darauf antworten.

“Was ist denn los Bunny?” frage Rei.

“Du bist ja schneeweiß im Gesicht.“

„Mamoru…du…ich…ich muss auflegen, bis später.” stammelte Bunny und legte den Hörer auf.

Sie hätte einfach nicht gewusst was sie antworten sollte. Gerade jetzt, wo Seiya da war und sie mit aller Kraft versuchen musste aufkommende Gefühle zu unterbinden musste so etwas kommen. Sie konnte es einfach nicht glauben. Sie konnte nicht mehr. Sie sackte zusammen auf die Knie und sie wollte nicht weinen aber die Tränen rannen einfach ihre Wange hinunter. Sie brachte kein Wort heraus….

“Er…er bleibt für fünf Jahre weg…und ich…“ schluchzte Bunny als Ami sie in den Arm nahm

“Ich bin nicht einmal…erschüttert…darüber…ich…was…ist nur los…?“

Die Anderen waren fassungslos und besorgt zugleich.

“Das ist nur der Schock” sagte Ami “schlaf erst einmal darüber und morgen besprechen wir alles in Ruhe”

“Ihr drei geht jetzt besser” sagte Rei zu den Three Lights

“Es ist zu viel passiert heute, ihr könnt nichts mehr tun, trotzdem danke”

Die Drei waren im Begriff zu gehen.

“Nein!! ” entfuhr es Bunny plötzlich.

Seiya hatte die Szene mit gemischten Gefühlen beobachtet! Auf der einen Seite war er froh darüber, dass Mamoru jetzt erst mal aus dem Weg war, auf der anderen Seite hasste er es Bunny so leiden zu sehen! Er wusste nicht was er tun sollte, er war hin und her gerissen! Als Rei sie aufforderte zu gehen, wollte er am liebsten “Nein” schreien, doch dies übernahm Bunny für ihn! Er wusste, dass jetzt der Moment des Handelns für ihn gekommen war!

“Wie wäre es Bunny, wenn wir dich heimfahren, dann kannst du dort erst mal ruhig ein Bad nehmen und über alles nachdenken?”

Unter Tränen nickte sie stumm und lief wortlos zur Tür, wo sie auf die Three Lights warteten! Diese folgten ihr, nachdem sie sich von den anderen verabschiedet hatten und Seiya hierbei böse Blicke von den Mädchen erntete! Schweigend liefen die Vier zu ihrem Auto und stiegen ein. Taiki fuhr, Yaten saß auf dem Beifahrersitz und Seiya und Bunny teilten sich die Hinterbank! Niemand sagte ein Wort. Taiki und Yaten waren sauer auf Seiya, da dieser zum wiederholten Male seine Gefühle nicht im Griff hatte, Bunny war zu geschockt und Seiya wusste einfach nicht als er sagen sollte! Seiya blickte Bunny fragend an, doch sie würdigte ihn mit keinem Blick! Er würde am liebsten ihre im Schoß gefalteten Hände in die Hand nehmen und ihr somit Unterstützung zu vermitteln, wie er es damals im Flugzeug getan hatte, doch er traute sich nicht! Als sie nach nichtendenden schweigsamen zehn Minuten endlich an Bunnys Haus ankamen, stieg Bunny aus und bedankte sich für die Heimfahrt. Gerade als sie die Tür zuschlagen wollte, hielt es Seiya nicht mehr aus und rief:

“Hey Odango würde es dir was ausmachen, wenn ich noch kurz mit reinkomme?“

Mit großen Augen sah Bunny Seiya an.

“WAS?” schrie Yaten

“Auf gar keine Fall! Du wirst hierbleiben. Sowas dummes!”

Yaten und Taiki waren stocksauer. “Lass Ihn!” sagte Taiki schließlich

“Er muss es anscheinend auf die harte Tour lernen.”

Yaten sagte nichts mehr, aber man sah seinem Gesicht an das er vor Wut kochte. Seiya stieg aus und machte die Tür hinter sich zu. Der Wagen fuhr weg.

“Es ist nur, Odango. Ich glaube wir müssen reden. Es liegt mir etwas auf dem Herzen. ich weiß zwar nicht, ob dies der richtige Augenblick ist, doch ich dachte, es könnte helfen.”

Bunny schwieg. In Gedanken war sie nur bei Mamoru und den fünf Jahren, in denen er sie im Stich ließ. Das konnte doch nicht ihr Leben sein. Auch wenn es ihre Zukunft war, sollte sie denn immer nur verzichten?

“Ich weiß nicht.” sagte sie leise.

Sie hatte Angst mit Seiya alleine zu sein. Sie hatte Angst wieder dieses wundervolle Gefühl zu fühlen, das sie jedes Mal fühlte, wenn Seiya in ihrer Nähe war. Doch sie durfte dieses Gefühl nicht mit Seiya fühlen, sie durfte dies nur mit Mamoru teilen… Mamoru und sie hatten doch eine Zukunft, sie durfte nicht so schnell aufgeben, es stand viel zu viel auf dem Spiel. Ihre Liebe hat schon so vieles ertragen, sie werden einmal König und Königin über Kristall Tokio sein. Und sie werden eine gemeinsame Tochter haben. Chibiusa… Allein für sie würde sie durchhalten.

“Hey Odango wollen wir nicht reingehen, wird ein bisschen kalt, oder?” Seiya riss sie aus ihren Gedanken.

“Seiya es tut mir leid ich kann das nicht”

Sie rannte ins Haus hinein und schlug Seiya die Tür vor der Nase zu. Dieser stand geschockt vor der Tür und verstand nicht, was eben geschehen war. Mein Gott war dieses Mädchen kompliziert…..

Wieder einmal stand Seiya vor ihrem Haus und musste schmunzeln als er die Telefonzelle neben ihm sah. Er seufzte und drehte sich um. Bunny stand hinter der Eingangstür uns hielt sich die Hände vors Gesicht. Nein, das kann nicht wahr sein. Was wird aus Chibiusa. Sie kam doch aus der Zukunft. Also ist es nur eine Frage der Zeit bis sie Seiya vergessen würde. Aber wollte sie das denn auch? Da klingelte ihr Telefon, es war wieder Mamoru.

“Hör mal Bunny. Du weißt dass es das Beste ist. Denk an unsere Zukunft. Denk an Kristall Tokio. Blablabla”

Und da war es wieder. Denk an alles Bunny nur nicht an dich. Nein, dachte sie. Es hört auf. Hier und Jetzt!! Sie ließ den Hörer fallen und rannte zur Tür.

“SEIYA! Warte….“

Doch er war schon verschwunden. Betrübt und verwirrt ging sie in ihr Zimmer. Ihr Blick fiel auf den Kalender an der Wand und plötzlich fiel ihr was ein. Sie war…überfällig. Sie war über drei Wochen überfällig und es war ihr gar nicht aufgefallen, sie hatte nur Mamoru im Kopf gehabt. Sie zog wieder ihre Jacke an und rannte aus der Tür. Sie lief zum nächsten 24-h-Store, es war schon nach 23 Uhr. Die Schiebetüren glitten auf und sie griff nach dem nächsten Schwangerschaftstest. Als sie sich an der Kasse anstellen wollte wurde blieb ihr Herz fast stehen.

“SEIYA!”

“Hey Odango, was ist denn jetzt los? Ich wollte mir nur ne Cola holen und jetzt treff ich dich. Was war denn los? Was hast du denn da?”

Beschämt hielt sie den Test hinter dem Rücken und wurde rot im Gesicht.

“Mädchensache!” sagte sie und versuchte das Thema damit zu beenden.

“Hey vergiss nicht, bin quasi auch halb eine Frau.” antwortete Seiya augenzwinkernd.

“Nein!” sagte Bunny.

“Das ist ein Geheimnis. Es hat mit Mamoru zu tun.”

Was, wenn sie jetzt Schwanger wäre? Ist das schon Chibiusa? Aber wie kann das sein? Und was würde aus Chibiusa wenn Chibiusa jetzt schon käme??

“Och komm, Odango. Was hast du da?” neugierig ging Seiya um Bunny herum.

“Aber das ist ja….”

“Nein, das ist gar nichts” schrie Bunny, schmiss Geld auf die Theke und rannte weinend aus dem Laden.

“Odango ich..”

Doch Bunny war schon weg. Sie scheint in Schwierigkeiten zu sein. Und das so alleine, dachte Seiya. Er machte sich auf den Weg nach Hause. Heute könnte er eh nichts mehr tun. Doch als er um die Ecke ging, stand Bunny weinend an der Hauswand.

Er ging langsam auf sie zu, wobei jeder Schritt ihm schwerer fiel. Er wusste nicht recht wie er sich verhalten sollte. Oder was er sagen sollte. Er nahm Bunny in den Arm und sie drückte ihn fest an sich. Es begann zu regnen und der Regen vermischte sich mit Bunnys Tränen. Seiya zog seine Jacke aus und schützte Bunny damit vor dem Regen. Er brachte sie nach Hause und während sie so gingen sagten sie kein Wort. Es reichte Bunny das jemand bei ihr war. Im tiefsten Innern wusste sie einfach dass da Chibiusa langsam zum Leben erwachte, sie spürte es einfach. Irgendwie beruhigte sie es, denn egal was passierte, sie würde Chibiusa gebären und sie auf alle Ewigkeit lieben, ob mit oder ohne Mamoru…

An ihrem Haus angekommen schloss sie die Tür auf und lief hinein, Seiya folgte ihr schweigend! Sie gingen hoch in ihr Zimmer und Bunny ließ sich heulend auf ihr Bett fallen. Seiya setzte sich neben sie, wusste jedoch nicht wie er die peinliche Stille überbrücken sollte.

“Seiya ich glaub ich bin… schwanger!” brachte Bunny unter Tränen hervor.

“Und deswegen hab ich den Schwangerschaftstest gekauft!”

Geschockt schaute Seiya in Bunnys verträntes Gesicht, seine Odango schwanger, das konnte doch nicht sein. Naja, nachdem er den Schwangerschaftstest gesehen hatte kam diese Aussage nicht allzu überraschend, doch es so aus ihren Mund zu hören war dennoch seltsam. Wenn sie schwanger wäre würde sie Mamoru bestimmt bald heiraten und er könnte nichts mehr ändern.

“Sag Odango, freust du denn dich nicht?”

“Ich…ich weiß es nicht, ich denke ich bin noch nicht reif dazu! Ich will doch einfach nur ein normales Leben haben!”

“Mhm Odango als Sailor Kriegerin und zukünftige Königin ist das nicht so einfach”

“Danke Seiya, genau das brauch ich jetzt”

“Sorry Odango, wie wäre es wenn du einfach jetzt den Test machst. Ich kann Rei und die anderen anrufen…”

“Nein auf keinen Fall, sie hat doch ihre eigenen Probleme und zudem ist es mir…peinlich.”

“Peinlich? Sowas muss dir doch nicht peinlich sein. Soll ich hier warten, wenn du den Test machst??”

“Ja bitte Seiya, lass mich nicht allein!”

Seiya beobachtete sie wie sie aufstand und ins Bad lief und hinter sich die Tür schloss. Seiya betrachtete das Bild auf dem Bunny mit ihrem Mamoru zu sehen waren. Wie er dieses Bild hasste, wie er Mamoru hasste. Er hatte sie schon wieder alleine gelassen und schon wieder war sie wegen ihm traurig! Zu viele Gedanken schossen ihm im Moment durch den Kopf. Bunny hatte Sex mit Mamoru, sie würde vielleicht eine Familie mit ihm gründen. Sie würde alles mit Mamoru machen und nichts, rein gar nichts mit ihm! Seiya wurde traurig, sehr traurig und er bekam ein Gefühl als würde sein Herz in tausend Stücke zerspringen! In diesem Moment kam Bunny zurück ins Zimmer.

“Und?” fragte Seiya sie.

“Wir müssen noch fünf Minuten warten, ein Strich nicht schwanger, zwei Striche schwanger.”

Sie setzte sich neben Seiya und schaute gebannt auf den Sekundenzeiger, der qualvoll langsam tickte. Beide sprachen kein Wort, denn Bunny und sowohl Seiya durchlebten gerade die schwersten fünf Minuten ihres Lebens. Als der Sekundenzeiger zum fünften Mal die zwölf durchstrich, blickte Seiya zu Bunny, die ihre Augen fest geschlossen hatte.

“Bunny die Zeit ist um”

“Ich weiß. aber ich trau mich nicht, kannst… kannst du nicht nachgucken?”

“Wenn es sein muss.“

Seiya nahm Bunny den Test aus den zitternden Händen und blickte drauf.

“Odango zwei Striche bedeuten schwanger, einer nicht, richtig?”

Jaaaa und?”

“Dann Odango bist du nicht schwanger!”

Er blickte sie strahlend an.

“Was das kann nicht sein, ich hab es doch gefühlt.”

Sie nahm ihm den Test aus den Händen und blickte auf… einen Strich.

“Ich bin nicht schwanger” Ihre Augen fingen an zu strahlen

“Oh mein Gott die ganze Aufregung war für umsonst! Ich bin erleichtert, ich bin doch noch etwas zu jung, um Mama zu werden”

Sie lief zu Seiya und nahm ihn fest in den Arm und drückte ihn fest an sich. Seiya fühlte Schmetterlinge in seinem Bauch und dachte sich:

“Noch mal Glück gehabt…”

“Du sagst es doch keinem, oder Seiya!”

Bunny musste lächeln.

“Aber Odango. mein Wort drauf. Soll es Mamoru denn erfahren? Ich finde du solltest es ihm sagen.”

Bunny wandte sich von Seiya ab.

“Er geht doch nie ans Telefon!” Bunnys Stimme wurde lauter. Sie fing an zu weinen (wie sie es auch sonst immer tat) .

“Immer spreche ich mit seinem Anrufbeantworter. Ich weiß nicht mal was er gerade macht. Und dann ruft er an…nur um mir zu sagen das er…das er…er bleibt weg. Für fünf Jahre. Bin ich ihm denn nicht wichtig?”

Seiya sah Bunny traurig an. Er kannte diese Situation nur allzu gut. Früher als beide im Regen auf dem Schuldach standen. Er hielt den Atem an.

“Ist…ist er dir denn wichtig, Odango?”

Bunny sah ihn erschrocken an. Sie zögerte.

“Ja, natürlich… ” dann sah sie ihm in die Augen.

“Ich meine… Seiya..ich weiß es nicht mehr!” und hielt in fest.

“Odango…ich…”

Beide verspürten ein Kribbeln in ihrem Bauch. Doch dann versteinerte sich Seiyas Miene. Er wusste dass dies zu nichts führen würde und er wollte nicht noch einmal so verletzt werden. Er wusste dass er nicht gut genug für sie war. Und das hatte sie ihm schon einmal zu verstehen gegeben.

“Es tut mir Leid, Odango. ich sollte besser gehen. Die zukünftige Königin sollte nicht so mit mir sprechen.”

Bunny stand wie angewurzelt dar und konnte nichts sagen. Als Seiya gegangen war brach sie zusammen.

Was war eben nur passiert? Warum war Seiya auf einmal so abweisend zu ihr? Was hatte sie getan, dass er auf einmal so reagierte? Sie verstand die Welt nicht mehr. Selbst Seiya, der immer zu ihr gestanden hatte, ließ sie jetzt im Stich! Sie kam sich so allein und hilflos vor! Wie sie dieses Gefühl hasste! Vor ein paar Minuten war sie noch glücklich und jetzt kam ihr alles so sinnlos vor! Ist er bloß gegangen, weil ich mich nicht wie eine Königin verhalten habe? Ich hab mich noch nie wie Eine verhalten und ich habe dies auch in naher Zukunft nicht vor! Auf einmal kam ihr die ganze ihr bekannte Zukunft so lächerlich vor…

Da ging das Telefon schon wieder.

“Mamoru?”

“Bunny was war da eben los?”

Bunny musste lachen. Erst meldet er sich nicht und jetzt drei Mal an einem Tag.

“Mamoru ich…”

“Und wer ist Seiya? ich hab noch gehört wie du nach ihm gerufen hast. Was ist bei euch los Bunny? Eigentlich wollte ich dir mitteilen, dass ich übermorgen für eine Woche nach Hause zurück komme bevor ich wieder fliege.”

Eigentlich sollte Bunny aufschreien vor Freude, doch ein Klos steckte in ihrem Hals.

“Bunny? Freust du dich denn gar nicht? Bist du noch da? Bunny?”

Bunny stotterte…”Mamoru, ich bin nur…so sprachlos.”

Während die beiden miteinander telefonierten, kam Seiya bei sich zu Hause an und musste mit Erstaunen feststellen, das dort Rei, Ami, Makoto, Minako, Yaten und Taiki ziemlich sauer auf ihn warteten.

“Setze unserer Bunny keine Flausen in den Kopf du Flegel!” sagte Makoto in einem lauten Ton.

Yaten sprang auf. “Sie ist nicht unsere Prinzessin Seiya!!”

“Ich weiß sehr gut, dass sie nicht unsere Prinzessin ist! Ihr müsst euch jedoch nicht in diese Sache einmischen, es ist schließlich mein Leben!”

“Wir müssen uns sehr wohl einmischen, wenn du die ganze Zukunft in Gefahr bringst!”, rief Rei aufgebracht.

“Seiya es ist nur zum Wohl von uns allen, aber wenn du es nicht einsiehst, müssen wir Haruka, Michiru und Setsuna Bescheid geben!” sagte Minako ruhig.

“Was ihr wollt uns die Outers auf den Hals hetzen, na danke Seiya, das haste mal wieder toll hingekriegt!”

Yaten war aufgebracht.

“Ihr braucht euch nicht aufzuregen, ich werde sie nicht wiedersehen!” sagte Seiya schließlich mit trockener Stimme!

“Seiya so haben wir es doch gar nicht gemeint…” meinte Makoto, doch Seiya hörte sie schon nicht mehr, er war in sein Zimmer gegangen und hatte die Tür hinter sich verschlossen.

Irgendwie war dieser nervenaufreibende Tag gar nicht so gelaufen wie er es gedacht hatte. Er hatte sich gefreut Bunny wieder zusehen und jetzt saß er mit einen Stein im Magen auf seinen Bett, der sich anfühlte, als ob er nie wieder aufstehen könne.

In einem Monat war Bunnys 18. Geburtstag. Eigentlich hatte sie sich darauf gefreut. Endlich war sie alt genug Mamoru zu heiraten. Aber weder er noch Seiya würden mit ihr feiern. Mamoru weil er wieder in Deutschland sein würde, und Seiya weil er anscheinend nicht mehr mit ihr reden wollte. Noch nie in ihrem Leben war sie so verwirrt und unglücklich gewesen. Sie wusste auch nicht ob sie sich über das Ergebnis des Schwangerschaftstestes freute, sie hatte so eine Wärme in sich gespürt als sie dachte schwanger gewesen zu sein. Sie fühlte sich einfach nur noch zerrissen. Völlig erschöpft fiel sie ins Bett…

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